Was bedeutet „End of Support"?

Am 14. Oktober 2025 hat Microsoft den offiziellen Support für Windows 10 eingestellt. Das bedeutet: Es gibt keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Neue Sicherheitslücken, die nach diesem Datum entdeckt werden, bleiben dauerhaft ungepatcht – es sei denn, Sie erwerben den kostenpflichtigen Extended Security Update (ESU) Support.

Windows 10 funktioniert weiterhin – aber es wird mit jedem Monat unsicherer. Angreifer wissen das und suchen gezielt nach ungepatchten Windows-10-Systemen.

Sicherheitsrisiko: Nach End of Support werden bekannte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen. Das Risiko eines erfolgreichen Angriffs steigt mit jedem Monat. Für Unternehmen kann das DSGVO-relevant werden.

Ihre Optionen im Überblick

✓ Upgrade auf Windows 11

Kostenlos für kompatible Systeme. Modernes Sicherheitsmodell, TPM 2.0, regelmäßige Updates bis 2031+. Empfehlung für alle kompatiblen Geräte.

✓ Neuen PC anschaffen

Sinnvoll wenn der Rechner über 4–5 Jahre alt ist oder Windows 11 nicht unterstützt. Bietet gleichzeitig Performance-Gewinn.

✗ ESU-Verlängerung kaufen

Nur kurze Überbrückung (1–3 Jahre), kostenpflichtig, löst das Problem nicht dauerhaft. Nur sinnvoll für kritische Systeme mit echten Upgrade-Hindernissen.

✗ Nichts tun

Das höchste Risiko. Windows 10 ohne Updates ist ein aktives Sicherheitsproblem – besonders für Unternehmen mit Kundendaten.

Ist mein PC für Windows 11 geeignet?

Windows 11 hat höhere Mindestanforderungen als Windows 10. Das wichtigste Kriterium: TPM 2.0 (Trusted Platform Module) muss vorhanden und aktiviert sein. Die meisten PCs ab Baujahr 2018 erfüllen diese Anforderung.

So prüfen Sie die Kompatibilität:

  1. Microsoft-Tool „PC Health Check" herunterladen und ausführen
  2. Alternativ: Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie „tpm.msc" ein
  3. Erscheint „TPM 2.0 wird unterstützt" ist das Gerät in der Regel kompatibel

Checkliste für Unternehmen

  • Alle Windows-10-Geräte im Netzwerk inventarisieren
  • Kompatibilität mit Windows 11 prüfen (PC Health Check)
  • Upgrade-Plan erstellen: Wer wird wann aktualisiert?
  • Anwendungskompatibilität prüfen (meist problemlos)
  • Daten und Einstellungen sichern vor dem Upgrade
  • Upgrade außerhalb der Geschäftszeiten durchführen
  • Nicht kompatible Geräte als Neuanschaffung budgetieren

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